Jugendgruppe erlebte wahres Abenteuer
Und in New York war Haialarm
09.08.2005

Die Paderborner Gruppe wurde im Belleviller Rathaus vom
Bürgermeister Mark Eckert (6.v.r.hi.Reihe) empfangen. |
Paderborn (IP). Sie brachen auf ins Land
der unbegrenzten Möglichkeiten. Heim kehrten sie mit der
Erfahrung, dass Unbegrenztes möglich ist. Die Gruppe, die im
Rahmen der Internationalen Jugendbegegnung in Paderborns
amerikanische Partnerstadt Belleville (Illinois) aufbrach,
erlebte eine wahrhaft abenteuerliche Reise. |
Das Abenteuer begann allerdings schon in Deutschland.
Als die Betreuer Norman Hansmeyer und Eva Reike vom Jugendamt der
Stadt Paderborn mit ihren 14 Jugendlichen froh gelaunt in Frankfurt
den Flug Nr. 941 der United Airlines nehmen wollten, war zwar das
Flugzeug da, doch einer der zwei Kapitäne war krank. Ersatz nicht in
Sicht. In einem Frankfurter Hotel mussten die Paderborner dann ohne
ihre Koffer die Nacht verbringen. Am nächsten Tag musste sich -
obwohl die Betreuer in einem vierstündigen Verhandlungsmarathon mit
der Fluggesellschaft alles versucht hatten - die Gruppe teilen, da
die Kapazitäten nach dem ausgefallenen Flug einfach nicht reichten.
So reiste ein Teil von Frankfurt über Amsterdam und Houston (Texas)
nach St. Louis. Der zweite Teil nahm einen etwas kürzeren Weg über
London, Chicago nach St. Louis. Kleinigkeit am Rande: In Houston
musste Eva Reike quasi auf dem Rollfeld beim Piloten an die Tür
klopfen, damit er sie und ihre Gruppe mitnahm. Zu allem Überfluss
fehlten bei der Ankunft in St. Louis dann auch noch die Koffer.
Einziger Trost: vier der 14 Leute hatten ihre bekommen. Immerhin!
Ganze drei Tage warteten die jungen Leute auf ihre Koffer, was in
der Hitze der plattdeutschen Prärie mit etwa 35 Grad im Durchschnitt
nicht ganz so einfach war.
In Belleville erholten sich die Paderborner dann schnell von diesen
Strapazen. Die Herzlichkeit der Gasteltern, ein bestens aufgelegter
Bürgermeister Mark Eckert, der dankend den Brief vom Amtskollegen Heinz Paus entgegen annahm, allerdings auf das Gastgeschenk (siehe Kofferpanne) noch etwas warten musste, trugen spürbar dazu bei.
Vorfreude herrschte bei vielen dann schon auf das Finale der Reise. Mit dem Adirondack-Nationalpark, einer Rafting-Tour und New York standen weitere Höhepunkte bevor. Im Nationalpark kamen die jungen Paderbornerinnen und Paderborner allerdings nie an. Nicht etwa, weil sie auf den breiten Highways die Orientierung verloren hätten, der Autoverleiher gab am New Yorker La Guardia Airport (LGA) einfach die mit laufendem Motor wartenden Mietwagen für den Trip in den Nationalpark nicht heraus. Der Grund: Sein Gerät akzeptierte die Kreditkarte der Deutschen nicht. Da halfen weder Reisechecks noch Bares, ohne Kreditkarte war nichts zu wollen. Die Mietwagen fuhren also nicht vom Hof, die Paderborner Gruppe dafür vorzeitig nach New York. Anstelle der Rafting-Tour also das Stadtprogramm. Auch nicht schlecht, dachte sich so der eine oder andere. Neben Manhattan, dem Central Park, den Stadtteilen Brooklyn und Queens, Ground Zero und dem Financial District besuchte man auch das Empire State Building und wollte am Strand von Coney Island so richtig ausspannen. Das gelang anfangs auch ganz gut, bis sich später Menschentrauben bildeten und Flatterband den Weg in Meer versperrte. Die Aufregung galt dem Hai, der gesichtet worden war. Haialarm in New York kommt so oft auch nicht vor. Bei all den Abenteuern dieser Reise verwunderte das die Paderborner Gruppe nun auch nicht weiter.
(aus www.paderborn.de) |